Open Places für Jugendliche | Markus Eichwitz Wahlkreis 18

Thema 4 von 10 · Wahlkreis 18

Open Places für Jugendliche: Freiräume in Stadt und Land

Markus Eichwitz nennt „Open Places für Jugendliche“ ausdrücklich als Schwerpunkt seiner Landtagskandidatur 2026. Gemeint sind offene Treffpunkte, an denen junge Menschen Freizeit verbringen, Sport treiben, Kultur erleben oder kreativ sein können. Im Wahlkreis 18 ist die zentrale Frage nicht nur, ob solche Orte gebraucht werden, sondern wo sie fehlen, wie Jugendliche selbst beteiligt werden und wie bestehende Einrichtungen sinnvoll ergänzt werden können.

Belegte Position von Markus Eichwitz: Auf seiner Kandidatenseite beschreibt er offene Plätze als Räume für Sport, Kultur und Kreativität. Diese Landingpage übernimmt diese Position, ergänzt sie aber nicht um erfundene Standorte oder zugesagte Investitionssummen. Wo konkrete Projekte im Wahlkreis fehlen, werden Fragen gestellt statt Versprechen zugeschrieben.

Jugendliche brauchen mehr als Unterricht und Vereinsangebote

Jugendpolitik wird häufig auf Schule, Ausbildung oder organisierte Vereinsarbeit reduziert. Für junge Menschen ist aber ebenso wichtig, ob es Orte gibt, an denen sie sich außerhalb fester Programme treffen können. Ein solcher Ort kann ein Jugendzentrum, ein offen zugänglicher Sportbereich, ein überdachter Treffpunkt, ein Proberaum, ein selbst gestalteter Freiraum oder eine Kombination verschiedener Angebote sein. Entscheidend ist, dass junge Menschen dort nicht nur Gäste sind, sondern möglichst mitreden und mitgestalten können.

Der Wahlkreis 18 umfasst Hagenow, Hagenow-Land, Stralendorf und Wittenburg. Die Voraussetzungen unterscheiden sich stark. In einer Stadt wie Hagenow sind Wege, vorhandene Einrichtungen und Nutzerzahlen anders als in kleineren Gemeinden. Im Amt Stralendorf gibt es bereits Kinder- und Jugendtreffs, beispielsweise in Holthusen und Pampow. Wittenburg verfügt über ein Jugend- und Kommunikationszentrum, das werktags als Kinder- und Jugendfreizeittreff geöffnet ist. Diese vorhandenen Angebote zeigen, dass das Thema nicht bei null beginnt.

Vorhandene Angebote ernst nehmen

Ein neues Konzept sollte bestehende Jugendtreffs nicht so behandeln, als gäbe es sie nicht. Wittenburg führt offiziell das Jugend- und Kommunikationszentrum am Friedensring. Das Amt Stralendorf nennt Jugend- beziehungsweise Kinder- und Jugendtreffs in Holthusen und Pampow. In Hagenow bestehen ebenfalls Freizeit- und Kulturangebote für Kinder und Jugendliche. Die politische Frage lautet daher: Wo gibt es trotz dieser Strukturen Lücken, und welche Form eines „Open Place“ wäre dort tatsächlich sinnvoll?

JugendbeteiligungWittenburgPampowHolthusenHagenow

Seit 2024 gibt es stärkere gesetzliche Beteiligungsrechte

Für die Umsetzung eines Jugendthemas ist das Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern wichtig. Es trat 2024 in Kraft und stärkt Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen in Landkreisen und Gemeinden. Das Sozialministerium beschreibt ausdrücklich, dass junge Menschen bei wichtigen Entscheidungen, die ihren Alltag und ihr Lebensumfeld betreffen, beteiligt werden sollen. In größeren kommunalen Strukturen sind zudem Beteiligungsgremien vorgesehen, die Anhörungs-, Rede- und Antragsrechte erhalten können.

Für „Open Places“ ist das besonders relevant. Wenn ein Treffpunkt für Jugendliche geplant wird, wäre es widersprüchlich, Standort, Regeln und Gestaltung ausschließlich von Erwachsenen festzulegen. Jugendliche wissen selbst am besten, wo sie sich treffen, welche Angebote fehlen, was sie als sicher empfinden und welche Regeln praktikabel sind. Ein modernes Beteiligungsverfahren sollte deshalb vor einer Entscheidung beginnen und nicht erst, wenn Planung und Standort bereits feststehen.

Was ein guter offener Treffpunkt leisten sollte

Ein offener Ort muss nicht überall gleich aussehen. In einer Gemeinde kann eine robuste, wettergeschützte Fläche mit Sitzmöglichkeiten und Sportangeboten sinnvoll sein. In einem anderen Ort könnte ein bestehender Jugendclub längere Öffnungszeiten oder zusätzliche Außenflächen benötigen. Wieder anderswo wäre vielleicht ein mobiler Ansatz sinnvoll, wenn Jugendliche über mehrere kleine Orte verteilt leben und kein einzelner Standort für alle gut erreichbar ist.

Auch Konflikte müssen mitgedacht werden. Treffpunkte können zu Lärm, Müll oder Spannungen mit Anwohnerinnen und Anwohnern führen. Das spricht nicht gegen solche Orte, sondern für gute Planung. Beleuchtung, Abfallbehälter, klare Ansprechpartner, Regeln, Beteiligung der Nachbarschaft und gegebenenfalls pädagogische Begleitung können helfen. Entscheidend ist, dass ein „Open Place“ nicht durch so viele Verbote unattraktiv wird, dass Jugendliche ihn am Ende gar nicht nutzen.

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Jugendliche zuerst fragen

Bevor Geld in einen Standort investiert wird, sollten junge Menschen benennen können, was ihnen fehlt. Beteiligungsformate müssen niedrigschwellig sein und auch Jugendliche erreichen, die nicht bereits in Jugendgremien oder Vereinen aktiv sind.

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Erreichbarkeit

Ein Treffpunkt nützt wenig, wenn Jugendliche ohne Auto nicht hinkommen. In einem ländlichen Wahlkreis müssen deshalb Wege, Busverbindungen, Fahrradverbindungen und die räumliche Verteilung von Angeboten mitgedacht werden.

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Bestehende Einrichtungen stärken

Nicht jede Lücke verlangt einen Neubau. Manchmal können längere Öffnungszeiten, neue Außenflächen, bessere Ausstattung oder Kooperationen vorhandene Jugendzentren wirkungsvoller machen.

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Dauerhafte Finanzierung

Auch ein scheinbar einfacher offener Ort verursacht Kosten für Bau, Pflege, Beleuchtung, Sicherheit und gegebenenfalls Personal. Ein Konzept sollte deshalb Investition und laufenden Betrieb gemeinsam betrachten.

Wie Land und Kommunen zusammenarbeiten könnten

Jugendtreffs und öffentliche Räume sind in erster Linie eng mit kommunaler Planung verbunden. Das Land kann jedoch Rahmenbedingungen schaffen, Beteiligungsstrukturen fördern, Investitionsprogramme auflegen und Kommunen finanziell unterstützen. Ein Landtagsabgeordneter kann daher nicht allein festlegen, wo in jeder Gemeinde ein Treffpunkt gebaut wird. Er kann aber dafür eintreten, dass Förderprogramme leicht zugänglich sind und Jugendbeteiligung verbindlich berücksichtigt wird.

Für Markus Eichwitz wäre deshalb interessant, welche Rolle er dem Land zuschreibt. Will er ein spezielles Förderprogramm für offene Jugendräume? Soll bestehende kommunale Förderung stärker genutzt werden? Wie sollen kleine Gemeinden unterstützt werden, die weder eigenes Jugendpersonal noch große Haushalte haben? Und wie soll verhindert werden, dass nur Kommunen mit besonders starken Verwaltungen Fördermittel erfolgreich abrufen können?

Der Wahlkreis bietet unterschiedliche Ausgangslagen

Wittenburg hat mit dem Jugend- und Kommunikationszentrum bereits eine feste Einrichtung. Das Amt Stralendorf nennt Kinder- und Jugendtreffs in Holthusen und Pampow. Hagenow bietet über verschiedene Einrichtungen und Veranstaltungsorte Freizeit- und Kreativangebote. Gleichzeitig gehören zum Wahlkreis viele kleinere Gemeinden, in denen Jugendliche andere Wege und weniger Auswahl haben können. Genau deshalb sollte ein Konzept nicht einfach dieselbe Lösung für alle Orte verlangen.

Ein regional sinnvoller Ansatz könnte zunächst eine Bestandsaufnahme sein: Welche Einrichtungen existieren? Wie sind die Öffnungszeiten? Welche Altersgruppen werden erreicht? Wo fehlen frei zugängliche Flächen? Welche Orte wünschen Jugendliche selbst? Wie kommen sie dorthin? Solche Daten wären eine bessere Grundlage als pauschal eine bestimmte Zahl neuer Plätze zu versprechen.

Leitfrage an Markus EichwitzWie sollen „Open Places“ im Wahlkreis 18 konkret entstehen – und wie will Markus Eichwitz sicherstellen, dass Jugendliche selbst über Standorte, Gestaltung, Regeln und Nutzung mitentscheiden können, während bestehende Jugendangebote sinnvoll ergänzt statt ignoriert werden?

FAQ zu Open Places für Jugendliche

Ist „Open Places für Jugendliche“ ein belegter Schwerpunkt von Markus Eichwitz?

Ja. Der Begriff und die Idee offener Treffpunkte für Sport, Kultur und Kreativität sind auf seiner aktuellen Kandidatenseite ausdrücklich veröffentlicht.

Gibt es im Wahlkreis bereits Jugendtreffs?

Ja. Wittenburg führt ein Jugend- und Kommunikationszentrum. Das Amt Stralendorf nennt Jugendtreffs beziehungsweise Kinder- und Jugendtreffs unter anderem in Holthusen und Pampow. Auch in Hagenow gibt es Freizeit- und Kulturangebote für junge Menschen. Die Kampagne stellt deshalb nicht dar, als gäbe es bisher keinerlei Angebote.

Müssen Jugendliche bei solchen Projekten beteiligt werden?

Mecklenburg-Vorpommern hat mit dem Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz verbindlich gestärkte Beteiligungsrechte geschaffen. Kommunen sollen Kinder und Jugendliche bei Entscheidungen beteiligen, die ihr Leben und Umfeld betreffen. Bei einem neuen Jugendtreff liegt eine frühe Beteiligung daher besonders nahe.

Muss ein Open Place immer ein Gebäude sein?

Nein. Die Kandidatenseite legt keine bestimmte Bauform fest. Je nach Ort können offene Außenflächen, Sport- und Kreativräume, überdachte Treffpunkte oder die Weiterentwicklung bestehender Einrichtungen sinnvoller sein. Die passende Lösung sollte aus dem Bedarf vor Ort entstehen.

Welche Rolle kann das Land spielen?

Das Land kann Beteiligungsstrukturen fördern, Investitionsprogramme gestalten und Kommunen finanziell unterstützen. Standortentscheidungen und konkrete Betriebsmodelle liegen jedoch häufig auf kommunaler Ebene. Deshalb muss eine Landtagsforderung die Zusammenarbeit der Ebenen erklären.

Fazit

„Open Places für Jugendliche“ ist ein nachvollziehbarer und belegter Schwerpunkt von Markus Eichwitz. Entscheidend ist nun die Ausgestaltung. Der Wahlkreis verfügt bereits über unterschiedliche Jugendangebote, während kleinere Gemeinden andere Voraussetzungen haben. Ein überzeugendes Konzept sollte deshalb nicht einfach neue Plätze versprechen, sondern bestehende Strukturen erfassen, Jugendliche früh beteiligen, Erreichbarkeit mitdenken und eine dauerhafte Finanzierung klären. Besonders stark wäre der Ansatz, wenn junge Menschen selbst definieren können, welche Freiräume ihnen fehlen. So würde aus Jugendpolitik nicht nur Politik für Jugendliche, sondern Politik mit Jugendlichen.

Geprüfte Quellen und weiterführende Informationen

Markus Eichwitz – aktuelle Kandidaten- und Themenseite

Sozialministerium M-V – Kinder- und Jugendbeteiligung

Amt und Stadt Wittenburg – Kinder- und Jugendeinrichtungen

Amt Stralendorf – Kinder- und Jugendtreffs

Stand der verwendeten Informationen: 5. September 2026. Neue konkrete Standorte oder Investitionszusagen werden Markus Eichwitz nicht zugeschrieben, solange sie nicht aktuell veröffentlicht sind.

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